Geblitzt! Was tun?
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Beleidigung im Straßenverkehr

Mancher Autofahrer, (oder auch LKW-Fahrer etc.) hat sich nicht unter Kontrolle und lässt sich zu Beleidigungen im Straßenverkehr hinreißen. Selbst wenn die Beleidigung aufgrund eines vorangegangenen unkorrekten Verkehrsmanövers des Beleidigten erfolgt, schützt dies vor Strafe nicht. Beleidigungshandlungen sind durch Gesten (Körpersprache) oder Worte möglich, auch durch eine entsprechende Kombination.

Beispiele für eine Beleidigung durch Gesten (Körpersprache)

  • Stinkefinger zeigen (eine mehr oder weniger geschlossene Hand mit ausgestrecktem Mittelfinger) 
  • "Vogel zeigen" Mit dem Zeigefingen ein- oder mehrmal an die Stirn tippen
  • "Scheibenwischer" zeigen: Die Hand wie ein Scheibenwischer vor dem Kopf hin und her bewegen
  • "Arschloch-Symbol": Mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis bilden 

Im Falle einer Verurteilung droht  eine Geldstrafe, von ca. 10 - 30 Tagessätzen. Punkte in Flensburg gibt es jedoch nicht.

Tipp: Hände am Steuer lassen!

Zu Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung im Straßenverkehr kommt es meist nach Anzeigen und Strafanträgen von Verkehrsteilnehmern, die glauben, eine beleidigende Geste gesehen zu haben. Auch wenn man tatsächlich keinen Stinkefinger, Vogel  etc. gezeigt hat, der anzeigenerstattende Zeuge sich aber ganz sicher ist, einen solchen gesehen zu haben und dies auch noch überzeugend vor Gericht aussagt, kann es zu einer Verurteilung kommen, wenn das Gericht dem Zeugen glaubt. Durch versierte Verteidigung lässt sich  oft eine Einstellung des Verfahrens erreichen, ohne dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt.

Tags: Beleidigung im Straßenverkehr, Stinkefinger, Vogel zeigen